Kommentar zu So radikal sind Christfluencer von Die Da Oben.
Die gezeigten Christfluencer bauen einen Kirchen-ähnlichen Raum auf und sind gleich selbst die Händler darin. Laut Bibel hätte Jesus dafür die Peitsche rausgeholt.
Ich mag nicht glauben, dass ein Gott existiern, aber ich finde es verwerflich, den Glauben von Leuten so zu korrumpieren.
Das ist, als würde ich dir Jedi-Bücher versprechen und in diesen Büchern dann predigen, dich dem Hass zu verschreiben.
Leserbrief zu Aus der Geschichte lernen und die Demokratie schützen im Deutschlandfunk Kultur.
Sehr geehrter Herr Mayer, Sehr geehrte Frau Niejahr,
vielen Dank für Ihre Sendung! Ich habe sie im Nachhinein auf der Webseite gehört und fand die besprochenen Themen sehr spannend.
Zum Ende hin hatte ich allerdings den Eindruck, dass niemand so wirklich einen Plan hat, wie sich was verbessern lässt. Faschisten haben ihr durchgeplantes Projekt 2025, das sie Punkt für Punkt umsetzen, und Demokraten haben „da muss dann mal jeder auf die Straße oder sich in Politik einsetzen“.
Ist das wirklich alles? Keine Vision, hinter die sich Leute stellen? Keine Pläne, um die Stärke von Demokratie wieder stärker sichtbar zu machen? Keine Koordination, um die Anziehungskraft liberaler Demokratie in der EU zu fördern?
Ich versuche selbst auf meiner privaten Webseite etwas dagegenzuhalten, aber das ist nur eine kleine Webseite, keine koordinierte Aktion:
https://www.draketo.de/politik/demokratie-staerke.html
Ansonsten erlebe ich in die Richtung nur Sarah Bosetti und manchmal den Parabelritter bei Funk. Dazu gibt es Bewegungen für Räte aus zufällig Gelosten, um unsere Demokratie noch repräsentativer zu machen. Vielleicht noch ein paar Regionalinitiativen.
Und sonst ist irgendwie Stille.
Das kann doch nicht alles sein. Was verpasse ich?
mit freundlichen Grüßen,
Arne Babenhauserheide
Eine Antwort auf eine Umfrage von ZDF mitreden zur Frage „Sollte die Fortzahlung von Lohn im Krankheitsfall eingeschränkt werden?“ weil der Präsident der Arbeitgeberverbände das fordert.
Erstens: würde die Lohnfortzahlung eingeschränkt, würden mehr Leute krank zur Arbeit kommen und damit zum einen schlechter heilen, mit größerem Risiko von schwereren Erkrankungen, und zum anderen mehr Leute anstecken. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind eine gute Idee, die die langfristige Erhaltung der Arbeitsfähigkeit fördert und die Kollegen vor Ansteckung schützt. Gesamtwirtschaftlich ist das ein klares Plus und die Lohnfortzahlung einzuschränken wäre dumm.
Zweitens: Die Krankheitstage stiegen nach Corona und es ist bekannt¹, dass Corona das Immunsystem nachhaltig schädigt. Sie sind also kein Fehlverhalten von Arbeitnehmern und keine Fehlsteuerung des Verhaltens, sondern eine reale Folge unseres Versagens dabei, Corona einzudämmen. Wenn die Welt sich verändert, ist es billigste Menschenfeindlichkeit, den Arbeitnehmern die Schuld zu geben.